Es gibt Disziplinen, die leise vorankommen, getragen von wenigen Leidenschaftlichen, die sich weigern, im Schatten zu bleiben. Das französische Damenpolo gehört dazu. Am 4. und 5. Juli 2026 bekommt es endlich die Bühne, die es verdient.
Ein Wochenende lang treffen die besten Spielerinnen des Landes aufeinander, um zwei Titel auszuspielen. Auf der einen Seite die Französische Damenmeisterschaft, der Elite vorbehalten (Handicap 8/10 Goals), bei der Tempo, Spielverständnis und das Zusammenspiel mit dem Pferd über Hundertstel entscheiden. Auf der anderen Seite der Coupe de France der Damen (0/4 Goals), das Einstiegsturnier für aufstrebende Teams, die noch lernen, diese seltene Mischung aus Kraft und Anmut zu beherrschen.
Denn im Polo steckt alles in diesem Widerspruch. Es ist ein Kontaktsport im vollen Galopp, und doch ist nichts schöner als der präzise Schlag: der Schläger, der den Ball mühelos aufnimmt, das Pony, das in einem Atemzug wendet, die Reiterin, die sich schon für die nächste Aktion aufrichtet. Eine Choreografie von Raubkatzen, ausgeführt in festlicher Kleidung.
Die Veranstalter bringen das Anliegen auf eine prägnante Formel: Pologeschichte schreiben. Hinter dem schönen Satz steckt eine zähe Realität. Lange blieb das Damenpolo in der zweiten Reihe, eher geduldet als gefeiert. Dieser Sommertermin kehrt die Erzählung um. Er zeigt, dass Eleganz Anspruch nicht ausschließt, dass Lifestyle den Schweiß nicht wegwischt und dass diese Frauen keinen Platz erbitten: Sie nehmen ihn sich.
Anfang Juli also zwei Tage, an denen das französische Pferdeland vielleicht endlich in die richtige Richtung schaut.




